Der Sazerac ist einer der ältesten amerikanischen Cocktails – entstanden in New Orleans, ursprünglich mit Cognac, heute meist mit Rye Whiskey. Das Glas wird mit Absinth ausgespült, der Drink selbst kommt ohne Eis ins gekühlte Glas. Peychaud's Bitters und eine Zitronenzeste sorgen für den unverwechselbaren Charakter.
Und das brauchst du für den Sazerac
5 cl Rye Whiskey
1 Stück Würfelzucker (oder 1 cl Zuckersirup)
3 Dashes Peychaud's Bitters
1 Dash Angostura Bitters (optional)
Absinth zum Ausspülen
1 Zitronenzeste
Darauf kommt es an
Die Zeste gehört traditionell nicht in den Drink, sondern wird nach dem Ausdrücken weggelegt oder auf die Untertasse gelegt. Grund: Die Bitterkeit der weißen Schalenhaut würde den Drink im Lauf der Zeit verfälschen. Außerdem war der Sazerac ursprünglich ein Frühstücks-Drink – man wollte nichts zum Kauen im Glas. Beim Absinth nicht sparen: Ein dünner Film reicht, aber er muss das ganze Glas benetzen. Herbsaint oder Pernod gehen auch, falls kein echter Absinth greifbar ist.
Varianten
- Original Sazerac (Cognac) — 5 cl Cognac statt Rye, sonst identisch – so wurde er im 19. Jahrhundert gemixt, bevor die Reblaus-Krise Cognac knapp machte.
- Improved Sazerac — Zusätzlich 0,5 cl Maraschino-Likör und 1 Dash Absinth direkt in den Drink (statt nur Ausspülen), Glas trotzdem vorher mit Absinth präparieren.
- Bourbon Sazerac — 5 cl Bourbon statt Rye – weicher, süßer, weniger pfeffrig. Funktioniert, ist aber nicht das Original.
Häufige Fragen
Welcher Rye Whiskey eignet sich am besten?
Rittenhouse Rye (50 % vol) oder Sazerac Rye (beide aus Buffalo Trace) sind Standard. Bulleit Rye oder Wild Turkey Rye gehen auch – Hauptsache mindestens 45 % vol, damit der Drink nicht verwässert wirkt.
Kann ich statt Absinth auch Pastis nehmen?
Ja, Pernod oder Ricard funktionieren. Herbsaint wurde in New Orleans extra als Absinth-Ersatz entwickelt und ist historisch korrekt. Echter Absinth ist aber aromatischer.
Warum wird der Sazerac nicht auf Eis serviert?
Tradition und Textur: Der Drink soll konzentriert und kühl, aber nicht verwässert sein. Das Rühren kühlt ausreichend, das Glas wird vorher gekühlt – Eis im Glas würde den Charakter verwässern.
Was macht Peychaud's Bitters so besonders?
Peychaud's ist süßer und blumiger als Angostura, mit Anis- und Kirschnoten. Wurde in New Orleans von Antoine Peychaud entwickelt und ist für den Sazerac unverzichtbar – Angostura allein trifft den Geschmack nicht.
